There are no translations available.

 Jin Shin Jyutsu - Kanji

 

Da Jin Shin Jyutsu ursprünglich aus Japan kommt, wird es zumindest im Logo mit Kanjis geschrieben. Der Begriff „Kanji“ bedeutet ein "Schriftzeichen aus China". Die Kanjis im Logo sind handschriftlich erstellt und bilden somit eine Kalligraphie. So sieht das Logo im Schriftsatz Verdana sowie von links nach rechts geschrieben aus:

仁 神 術

 

Das Logo bzw. der Begriff Jin Shin Jyutsu setzt sich aus drei einzelnen Kanjis zusammen.

仁    Lesung: Jin

Menschenliebe, Wohltätigkeit, Barmherzigkeit

Lesung: Shin

Gott, Göttin, Gottheit, Schöpfer

Lesung: J(y)utsu

Kunst, Technik, Mittel

 

Die Japaner besaßen ursprünglich zwar ihre Sprache, jedoch hatten sie keine Schriftzeichen. Die Schriftzeichen wurden aus China übernommen. Für ein Schriftzeichen – ein Kanji – gibt es meistens zwei verschiedene Lesungen – eine japanische Lesung und eine sino-japanische Lesung. Die sino-japanische Lesung ist sozusagen eine Japanisierung eines chinesischen Begriffes/Wortes.

 

仁 – dieses erste Kanji ist in sich bereits eine Zusammensetzung zweier Einzelkanjis. Der erste Teil des Kanjis ist ein stehender Mensch von der Seite gesehen. Das Kanji beinhaltet somit einen Menschen in Verbindung mit anderen Menschen – die Verbindung ergibt sich aus den zwei Querstrichen. Ein in mit anderen Menschen in Verbindung stehender Mensch symbolisiert folglich Menschenliebe.

 

wird im Chinesischen shen gelesen; im Japanischen shin. Shin ist daher die sino-japanische Lesung. Die japanische Lesung dieses Kanjis ist kami. Die japanische Lesung eines Zeichens wird verwendet, wenn das Zeichen alleine – ohne weitere Kanjis – steht. Ist ein Kanji in eine Abfolge mindestens zweier Kanjis eingebettet, wird die sino-japanische Lesung benutzt. Von daher haben ergibt sich beim zweiten Zeichen die Lesung shin.


術 –dieses Kanji wird im Grunde genommen immer als Kunst gedeutet bzw. übersetzt. Jin Shin Jyutsu versteht sich als eine Kunst und nicht als eine Technik. Die Kunst liegt unter anderem darin, Jin Shin Jyutsu bei einem Menschen jeweils individuell anzuwenden.

 

Es ergibt sich nun eine Aneinanderreihung der Begriffe Menschenliebe, Gott und Kunst. Somit fehlen die Bezugsworte – im Deutschen z. B. Präpositionen – im Japanischen Partikel - zwischen den Begriffen. Von daher können auch die meisten Japaner mit dieser Wortfolge zunächst einmal wenig anfangen. Der Vorteil dabei ist, dass sich dadurch verschiedene Interpretationen ergeben.

 

Wendet man Jin Shin Jyutsu für sich selbst an – als Selbsthilfe – dann kann der Begriff mit die Kunst des Schöpfers für den Menschen – hier wird beim ersten Kanji hauptsächlich der Mensch betrachtet - übersetzt werden. Wird Jin Shin Jyutsu an anderen Menschen angewandt – in Fremdhife – kann die Übersetzung/Interpretation lauten: die Kunst des Schöpfers durch den mitfühlenden Menschen.